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Endlich Etosha-Tag.
Frühes Frühstück, dann Abfahrt. Im kleinen Örtchen
Outjo tanken wir den Wagen und lassen die Reifen wieder auf «220»
aufpumpen. Das ist ein schönes Cabaret mit dem Luftdruck. Einmal
ist zu viel drin, einmal zu wenig, einmal vorne links nicht gut, einmal
hinten rechts. Wir zweifeln an den Druckmessgeräten an den Tankstellen,
denn sie sehen meist auch nicht gerade Vertrauen erweckend aus.
Wir
kaufen auch wieder Kühl-Eis für die Kühlbox und im Touristen-Shop
ein paar schöne Postkarten. Im Internet-Café schreiben
wir schnell «es-geht-uns-gut»-Mails und weiter geht
es in Richtung Etosha-National-Park. Wir können es kaum mehr
erwarten.
Wie geplant treffen wir am Mittag im Park im Okaukejo-Camp ein. Wir
können gleich unser Zimmer beziehen und sind überrascht über
dessen Qualität. Wir waren auf das Schlimmste gefasst. Das ganze
Areal wurde und wird im Moment (Frühling 2007) generalüberholt.
Was fertig renoviert ist, ist wirklich erstaunlich gut geraten.
Die Frage ist wohl, wie lange es so schön bleibt.
Im Restaurant gibt es nur ein Mittagsbuffet, welches uns überhaupt
nicht anmacht. So entschliessen wir uns, das obligate Käse-Sandwich-Picknick
einzunehmen. Aber jetzt hält es uns nicht mehr länger im Camp.
Wir wollen los. Wir wollen Tiere sehen.
Wir fahren Richtung Osten, einfach der Nase nach. Schon bald treffen
wir auf riesige Herden von Springböcken.
(Man schätzt
etwa 30-40'000 im Park). Martin äussert seine Bedenken, dass
diese alles Gras auffressen. Als Marktforscher rechnet er anhand
der im Park befindlichen Springbock-, Löwen- und Elefanten-Anteile
hoch, wie viele Löwen
wir auf Grund der gesehenen Springböcke sehen werden...
Dann
treffen wir auf viele Zebras, welche wir aus nächster Nähe anschauen
und fotografieren können.
Das
Highlight – unerwarteterweise – ist aber, als wir plötzlich
drei Giraffen begegnen,
die unsere Strasse queren. Und dann wieder: Springböcke – Tausende.
Wir wissen nicht, ob es immer so viele hat, oder ob es wegen dem
Regen ist, der gefallen sein muss, was wir auf Grund der Wasserlachen
auf der Strasse und des spriessenden Grases annehmen.
Und
dann noch ein paar Warzenschweine, Gnus
und Impalas,
und schon kommt die Abenddämmerung
und wir müssen zurück zum Camp, wo die
Eingangstore bei Sonnenuntergang geschlossen werden. Natürlich
haben wir auch allerlei Vögel (Sekretär, Riesentrappe, Perlhühner,
usw.) gesehen, aber die waren schon schwieriger zu bestimmen und
zu fotografieren.
Am Abend haben wir keine andere Wahl, als das Buffet zu «geniessen».
Den Vingerklip-Standard bekommen wir hier im staatlichen Camp natürlich
nicht geboten. Aber «sie haben sich Mühe gegeben».
Nach dem Nachtessen setzen wir uns an das Wasserloch, welches Nachts
beleuchtet ist. Zuerst schauen wir zu, wie zwei SchakeleSchakele versuchen
eines der Gänseküken (Nilgänse) zu schnappen und
wie die Gänseeltern
dies zu verhindern wissen.
Später zeigt uns eine Giraffe, wie
sie Wasser trinken kann, indem sie die Vorderbeine weit spreizend
hinstellt. Ich gehe zwei Fläschli Bier holen, und checke ab,
ob das mit dem für morgen bestellte Lunchpaket zum Klappen kommt.
Wir wollen nämlich
morgen ganz früh los und den Tage so richtig ausnützen.
Als
ich zum Wasserloch zurückkomme, sehe ich gerade noch zwei Hintern
von zwei Nashörnern.
Bald darauf kommen sie (oder zwei andere?) zurück zum Wasser
um zu trinken. Es ist eine Mutter und ihr Baby. Ab und zu trinkt
das «Kleine» am Euter bei der
Mutter und Martin wundert sich, dass das der Mutter nicht weh tut,
denn das Kleine hat schon ein beträchtliches Nasenhorn vorzuweisen.
(Am andern Tag erfahren wir, dass eine Stunde später fünf
Löwen am Pool zum Wassertrinken gekommen sind.)
Zufrieden schon am ersten halben Tag im Etosha-Nationalpark so viele
Tiere gesehen zu haben plumpsen wir ins Bett und ich lese in meinem
Krimi wiederum die ersten paar Seiten.
(* Info (Stand April 2007):
Eintritt in den Park: 80N$/Tag/Person
+ 10N$ pro Auto
Mittags und Abend nur Buffet möglich, kein à-la-Carte
Kont.Breakfast: 40N$, engl./Full Breakfast: 60N$
Mittagsbuffet ohne Fleisch: 80N$, mit Fleisch:80$, am Abend: N$110
Inzwischen sollen die Preise massiv gestiegen und die Qualität der
Camps ebenso gesunken sein. *)
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