Namibia 2007 - Tagebuch

Tag: << 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 99 >>

 

Tag 9: Dienstag, 17.4.07 (--> Karte)

 

 

Endlich Etosha-Tag.

 

Frühes Frühstück, dann Abfahrt. Im kleinen Örtchen Outjo tanken wir den Wagen und lassen die Reifen wieder auf «220» aufpumpen. Das ist ein schönes Cabaret mit dem Luftdruck. Einmal ist zu viel drin, einmal zu wenig, einmal vorne links nicht gut, einmal hinten rechts. Wir zweifeln an den Druckmessgeräten an den Tankstellen, denn sie sehen meist auch nicht gerade Vertrauen erweckend aus.

 

Wir kaufen auch wieder Kühl-Eis für die Kühlbox und im Touristen-Shop ein paar schöne Postkarten. Im Internet-Café schreiben wir schnell «es-geht-uns-gut»-Mails und weiter geht es in Richtung Etosha-National-Park. Wir können es kaum mehr erwarten.

 

Wie geplant treffen wir am Mittag im Park im Okaukejo-Camp ein. Wir können gleich unser Zimmer beziehen und sind überrascht über dessen Qualität. Wir waren auf das Schlimmste gefasst. Das ganze Areal wurde und wird im Moment (Frühling 2007) generalüberholt. Was fertig renoviert ist, ist wirklich erstaunlich gut geraten. Die Frage ist wohl, wie lange es so schön bleibt.

 

Im Restaurant gibt es nur ein Mittagsbuffet, welches uns überhaupt nicht anmacht. So entschliessen wir uns, das obligate Käse-Sandwich-Picknick einzunehmen. Aber jetzt hält es uns nicht mehr länger im Camp. Wir wollen los. Wir wollen Tiere sehen.


Wir fahren Richtung Osten, einfach der Nase nach. Schon bald treffen wir auf riesige Herden von Springböcken. (Man schätzt etwa 30-40'000 im Park). Martin äussert seine Bedenken, dass diese alles Gras auffressen. Als Marktforscher rechnet er anhand der im Park befindlichen Springbock-, Löwen- und Elefanten-Anteile hoch, wie viele Löwen wir auf Grund der gesehenen Springböcke sehen werden...


Dann treffen wir auf viele Zebras, welche wir aus nächster Nähe anschauen und fotografieren können.

 

 

 

Das Highlight – unerwarteterweise – ist aber, als wir plötzlich drei Giraffen begegnen, die unsere Strasse queren. Und dann wieder: Springböcke – Tausende. Wir wissen nicht, ob es immer so viele hat, oder ob es wegen dem Regen ist, der gefallen sein muss, was wir auf Grund der Wasserlachen auf der Strasse und des spriessenden Grases annehmen.

 

Und dann noch ein paar Warzenschweine, Gnus und Impalas, und schon kommt die Abenddämmerung und wir müssen zurück zum Camp, wo die Eingangstore bei Sonnenuntergang geschlossen werden. Natürlich haben wir auch allerlei Vögel (Sekretär, Riesentrappe, Perlhühner, usw.) gesehen, aber die waren schon schwieriger zu bestimmen und zu fotografieren.


Am Abend haben wir keine andere Wahl, als das Buffet zu «geniessen». Den Vingerklip-Standard bekommen wir hier im staatlichen Camp natürlich nicht geboten. Aber «sie haben sich Mühe gegeben».

 

Nach dem Nachtessen setzen wir uns an das Wasserloch, welches Nachts beleuchtet ist. Zuerst schauen wir zu, wie zwei SchakeleSchakele versuchen eines der Gänseküken (Nilgänse) zu schnappen und wie die Gänseeltern dies zu verhindern wissen.

 

Später zeigt uns eine Giraffe, wie sie Wasser trinken kann, indem sie die Vorderbeine weit spreizend hinstellt. Ich gehe zwei Fläschli Bier holen, und checke ab, ob das mit dem für morgen bestellte Lunchpaket zum Klappen kommt. Wir wollen nämlich morgen ganz früh los und den Tage so richtig ausnützen.

 

Als ich zum Wasserloch zurückkomme, sehe ich gerade noch zwei Hintern von zwei Nashörnern. Bald darauf kommen sie (oder zwei andere?) zurück zum Wasser um zu trinken. Es ist eine Mutter und ihr Baby. Ab und zu trinkt das «Kleine» am Euter bei der Mutter und Martin wundert sich, dass das der Mutter nicht weh tut, denn das Kleine hat schon ein beträchtliches Nasenhorn vorzuweisen. (Am andern Tag erfahren wir, dass eine Stunde später fünf Löwen am Pool zum Wassertrinken gekommen sind.)

 

Zufrieden schon am ersten halben Tag im Etosha-Nationalpark so viele Tiere gesehen zu haben plumpsen wir ins Bett und ich lese in meinem Krimi wiederum die ersten paar Seiten.

 

(* Info (Stand April 2007):
Eintritt in den Park: 80N$/Tag/Person + 10N$ pro Auto
Mittags und Abend nur Buffet möglich, kein à-la-Carte
Kont.Breakfast: 40N$, engl./Full Breakfast: 60N$
Mittagsbuffet ohne Fleisch: 80N$, mit Fleisch:80$, am Abend: N$110

Inzwischen sollen die Preise massiv gestiegen und die Qualität der Camps ebenso gesunken sein. *)

 

FACTS & FOTOS

Namibia

 

Das beste Namibia-Forum

 

Namibia-Karte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

     

 

 

design by woodesign.ch (c) 2007